Menü und Suche

Bürgermeister-Galerie im Rathaus eröffnet

Braunschweig, 19. Oktober 2018

Die neu eingerichtete Bürgermeister-Galerie im ersten Obergeschoss des Rathaus-Altbaus wird am Sonntag, 21. Oktober, im Rahmen des Tages der offenen Tür der Stadtverwaltung eröffnet. Ab 12 Uhr haben Bürgerinnen und Bürger der Stadt die Möglichkeit, einen ersten Blick auf die Bürgermeister-Galerie zu werfen.

Sie zeigt Portraits 15 ehemaliger Amtsinhaber und der bisher einzigen Amtsinhaberin vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart der Öffentlichkeit. Die in der Dauerausstellung versammelten Portraits laden zu einer Beschäftigung mit den Leistungen und den Herausforderungen der Kommunalpolitik und -verwaltung in den vergangenen zwei Jahrhunderten ein. In dieser Zeit wuchs Braunschweig zur Groß- und Industriestadt, die Monarchie wurde gestürzt und der Freistaat Braunschweig errichtet, und die nationalsozialistische Schreckensherrschaft endete mit der Zerstörung großer Teile der Stadt. Es folgten der Wiederaufbau und die Etablierung als regionales Oberzentrum im neugegründeten Bundesland Niedersachsen.

Die Braunschweiger Oberbürgermeister in der Zeit der NS-Diktatur haben keine Berücksichtigung in der Bürgermeister-Galerie gefunden. Sie waren NSDAP-Funktionäre und Repräsentanten einer „gleichgeschalteten“ Stadtverwaltung, die eingesetzt und nicht gewählt wurden.

Die chronologische Anordnung der Portraits der demokratisch gewählten Persönlichkeiten beginnt in unmittelbarer Nähe zum Großen Ratssitzungssaal. Dort sind eine Hinweistafel mit einem Einführungstext und ein Faltblatt zu finden, das die Orientierung innerhalb der Galerie erleichtert und wesentliche biographische Angaben zu den Amtsinhabern enthält.

Für die Bürgermeister-Galerie wurden insgesamt 16 Abbildungen zusammengestellt – vom sogenannten „Kniestück“, einer Aufnahme vom Kopf bis zu den Knien, des Oberbürgermeisters Pockels über ein klassisches „en face“-Portrait von Martha Fuchs, die Bronze-Büste Casparis bis hin zu Portraitfotografien der jüngsten Vergangenheit. Die Ausstellung besteht aus sechs Gemälden, einer Bronze-Büste, sieben Fotografien und zwei Reproduktionen. Die Gemälde stammen alle aus dem Depotbestand des Städtischen Museums, während die Reproduktion des Gemäldes mit dem Bildnis des Wilhelm Bode durch das Braunschweigische Landesmuseum ermöglicht wurde.

alle Nachrichten